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Enterale Ernährung: Nur präqualifiziertes Apothekenpersonal demnächst versorgungsberechtigt

Apotheken in Deutschland müssen ab dem Jahr 2022 eine Präqualifizierung vorweisen, wenn sie enterale Ernährung, sprich Trink- und Sondennahrung an PatientInnen abgeben wollen, die gesetzlich krankenversichert sind, darauf weist explizit der Landesapothekerverband Baden-Württemberg hin, der seinen unterstellten Apotheken auch eine Überprüfung empfiehlt.
Die Baden-Württembergischen Apotheken profitieren in diesem Zusammengang eigentlich von einem Arzneimittelversorgungsvertrag, der regelt, dass Apothekenpersonal in diesem Bundesland von Präqualifizierungsmaßnahmen in diesem Bereich ausgeschlossen ist. Trotzdem empfehlen auch der dortige Verband sowie andere in Deutschland Präqualifizierungen zu überprüfen und Änderungen vornehmen zu lassen, denn ab Januar 2022 gelten diese für alle Apotheken deutschlandweit.
Der GKV-Spitzenverband hat die Regelung zur Pflicht gemacht und Trink – und Sondennahrung in den Kriterienkatalog zur Präqualifizierung aufgenommen. Alle Apotheken müssen danach, wenn sie Produkte aus der Kategorie „03F15 Trink- und Sondennahrung“ an GK-versicherte Personen abgeben, präqualifiziert sein, und zudem einen Beratungsraum samt Sitzgelegenheit sowie Produktmuster vorrätig halten. Die Regelung des GKV-Spitzenverbandes ist einheitlich, sodass auch keine gesonderten Regelungen durch einzelne Krankenkassen zu erwarten sind.
Jede Apotheke sollte demnach die Vorgaben zur Präqualifizierung erfüllen können, behauptet der Verband, der das gesamte pharmazeutische Personal als Fachleiter für denkbar hält, aber auch angestellte Diät-Assistentinnen und Assistenten sowie ErnährungswissenschaftlerInnnen.

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