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Ausgewogenheit des Speiseplans statt Diabetes-Diät

Eine Diabeteserkrankung und die richtige Ernährung stehen in einem engen Zusammenhang, erklären zwei Expertinnen von der Cleveland Clinic in den USA. Tegan Bissell als Diätassistentin und Megan Asterino McGeean, von Beruf Diabetesberaterin, können betroffenen Patienten mit diagnostiziertem Diabetes oder Vorstufe, mit erhöhten Blutzuckerwerten, metabolischem Syndrom, also einer Vielzahl von Stoffwechselstörungen, und stark übergewichtigen Personen wertvolle Tipps geben, wie sie sich gesund ernähren, ohne dabei auf leckere Dinge im Speiseplan verzichten zu müssen:
Eine spezielle Diät bei Diabetes empfehlen die Expertinnen für Ernährung nicht, vielmehr eine Ausgewogenheit im Speiseplan und nach den Regeln der American Diabetes Association die sogenannte Diabetes-Teller-Methode, bei der der Teller einer Mahlzeit in vier Viertel aufgeteilt wird. Zwei Viertel, sprich eine Hälfte des Tellers, sollte aus Gemüsesorten bestehen, die wenig Stärke enthalten, denn Stärke zählt zu den Kohlenhydraten. Ein Viertel sollte von Lebensmitteln bedeckt sein, die gehaltvolle Proteine ohne viel Fett enthalten und das letzte Viertel sollte demnach aus komplexen Kohlenhydraten bestehen, die den Energiehaushalt zwar regulieren, den Blutzuckerspiegel allerdings, so wie einfache Zucker, nicht Achterbahn fahren lassen. Die Fachfrauen weisen auch nochmals darauf hin, dass es falsch ist, wenn Betroffene die Kohlenhydrate, welche für den Blutzuckeranstieg- oder abfall verantwortlich sind, gänzlich vom Speiseplan streichen.
Es ist wichtig, keine Diät zu machen, sondern bei Vorliegen von Risikofaktoren, zu denen auch eine Schwangerschaft gehören kann, eine Veränderung des Lebensstils mit geplanten Mahlzeiten, richtig portioniert und nur alle 4-5 Stunden verzehrt, vorzunehmen.
Alle wichtigen Nahrungsbestandteile sollten daher in ausgewogener Form vorliegen, zu denen Eiweiße (Proteine) gehören, die satt machen und keinen krassen Blutzuckeranstieg- oder abfall bewirken. Gesunde Proteine sind Eier, mageres Fleisch, vor allem Huhn, Fisch und fettarme Milchprodukte.
Gesunde Fette, zu denen unter anderem Avocados, Nüsse, Olivenöl und Samen gehören, sollten ebenfalls im Speiseplan auftauchen. Sie tragen zur Sättigung mit bei und sind für die Herzgesundheit wichtig.
Komplexe Kohlenhydrate, statt Einfachzucker in Form von Süßem, Cornflakes, Snacks und süßen Getränken, sind Energielieferanten und daher wichtig. Bohnen, Beeren, brauner Reis, griechischer Joghurt (auch viele Proteine), (Süß)-Kartoffeln und Vollkornbrot gehören in diese Kategorie.
Gemüse spielt in der Ernährung der Diabetiker wie oben schon beschrieben die größte Rolle. Allerdings Sorten, die wenig stärkehaltig sind, wie zum Beispiel Brokkoli, Salatgurken, grüne Bohnen, Zwiebeln, Paprika und grüne Salatvariationen.
Versucht man auf diese Weise die Blutzuckereinstellung zu perfektionieren, gehören Medikamente vielleicht bald schon zur Vergangenheit.
Die Expertinnen geben auch weitere nützliche Ratschläge, zu denen die Verwendung von Apps, das Zählen von Kalorien und Kohlenhydraten sowie die Suche nach Rezepten online, gehören. Heißhungerattacken gilt es auf jeden Fall zu vermeiden, weil dadurch der Blutzuckerspiegel zu sehr schwankt, was letztlich zu mitunter schwerwiegenden Komplikationen führt.

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