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Viele Frauen haben eine Belastungsinkontinenz

In Deutschland leiden einer Umfrage des YouGov-Meinungsforschungsinstitutes 41 Prozent der Frauen unter einem unwillkürlichen Urinverlust bei körperlicher Anstrengung, ohne dabei einen Harndrang zu verspüren.
Für viele Betroffene ist das sehr unangenehm, denn manchmal verlieren diese Frauen nur ein paar Tröpfchen Urin, aber es kann auch durchaus schon mal mehr sein. Beim Treppensteigen, Heben von schwereren Dingen, Lachen sowie Niesen kann dann unkontrolliert Urin abgehen. Dafür schämen sich viele betroffene Frauen, denn 31 Prozent verschweigen das Problem, wie die Analyse weiterhin ergab. Zehn Prozent von diesen sind mindestens einmal wöchentlich von der häufigsten Form der Harninkontinenz betroffen.

Dabei ist die Anatomie der Frauen entscheidend, aber auch zunehmendes Alter (43 Prozent) und das Einsetzen der Wechseljahre – bei 25 Prozent der weiblichen Bundesbürger – sind entscheidend für den ungewollten Urinverlust, der sowohl auch in jungen Jahren auftreten kann.
Viele Schwangerschaften und Geburten können nämlich ebenfalls eine Inkontinenz hervorrufen, weil der Beckenboden die Bauchorgane tragen muss. Ist der Beckenboden dann nach den Schwangerschaften schon geschwächt, kann der Blasenschließmuskel manchmal bei Anstrengung nachgeben, sodass es zu einer sogenannten Belastungsinkontinenz kommen kann.
In den Wechseljahren sind es übrigens hormonelle Umstellungen, die dies bewirken. Frauen mit starkem Übergewicht und bedingt durch einen geschwächten Beckenboden nach Unterleibs-Operationen gehören auch in diese Kategorie.

Beckenboden-Training kann helfen, die Beschwerden in den Griff zu bekommen oder zu lindern. Bei Übergewicht sollte aber als erstes eine Gewichtsreduktion erfolgen. Zu den konservativen Methoden zählen unter anderem auch das „Biofeedback“, eine Behandlungsoption, die den Beckenboden durch optische und akustische Signale trainiert und die „Elektrostimulation“, bei der schmerzlose elektrische Impulse auf die Muskulatur des Beckenbodens einwirken. Allerdings sind diese Methoden nur für die zwei leichteren Formen der Belastungsinkontinenz vorgesehen.
Die Belastungsinkontinenz wird nämlich in drei Schweregrade (I-III) eingeteilt, wobei bei der schwersten Form sogar dann nur noch ein chirurgischer Eingriff helfen kann, bei dem in einer minimalinvasiven Operation eine Schlinge die Harnröhre stabilisieren muss. Der Grad III zeichnet sich durch einen Harnverlust bei sehr schwacher Drucksteigerung des Bauchraumes oder sogar schon in liegender Position aus.

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