Wissenschaft

Ernährungstipps bei COPD

Die chronisch-obstruktive Lungenkrankheit, kurz COPD, ist für Betroffene anstrengend und für den Körper fordernd, weil die Erkrankung den Energiebedarf erhöht. Manchmal sogar bis auf das Zehnfache, wie die Techniker Krankenkasse (TK) jetzt mitgeteilt hat.
Da die Krankheit momentan noch nicht heilbar ist, aber ein Fortschreiten mit der richtigen Ernährung, die vollwertig und eiweißreich ist, aufgehalten werden kann, rät die gesetzliche Krankenkasse unter Umständen zu einer persönlichen Ernährungsberatung, auch zur Stärkung der Abwehrkräfte der Betroffenen.
Übergewicht und Untergewicht gilt es ebenso zu vermeiden. Übergewicht belastet das Herz, die Sauerstoff-Aufnahme ist erhöht und die ohnehin schon geschwächte Atemmuskulatur muss das ausgleichen. Folge ist Atemnot, aber auch eine erhöhte Infektanfälligkeit. Untergewicht ist aber auch schlecht, da dem Körper der eh schon erhöhte Energiebedarf fehlt. Es kommt durch Appetitmangel zur Gewichtsabnahme und zum Nachlassen der Ausdauer. Das Atmen fällt schwer, gleichzeitig erhöht sich das Risiko für einen Infekt und für Osteoporose (Knochenschwund).
Um all dem entgegenzuwirken, ist Normalgewicht erstrebenswert. Dies wird durch eine gesunde und abwechslungsreiche Küche erreicht. Auch sollten Betroffene langsam essen, damit sie genügend Luft bekommen.
Die Ernährung sollte zu 10-15 Prozent aus Eiweiß (0,8g/ Kilogramm Körpergewicht), 25 bis 30 Prozent Fett und 50 bis 60 Prozent Kohlenhydrate bestehen:
Das Eiweiß, die Proteine, sind in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Tierisches Eiweiß ist in Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten enthalten; Letztere sind auch reich an Calcium (Osteoporose).
Nüsse und Getreide wie Hafer und Hirse sind günstige pflanzliche Protein-Lieferanten. Hülsenfrüchte sind eher ungünstig, da sie Blähungen verursachen, was schlecht für die Atmung ist.
Fette sollten in hochwertiger Form aufgenommen werden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Raps,- Soja,- Distel- und nativem Olivenöl, während gesunde Omega-3-Fettsäuren in Lachs, Forelle, Hering sowie Walnuss- und Leinöl enthalten sind. Nüsse sind zudem gute und gesunde Fett- und Eiweißlieferanten.
Kohlenhydrate sind besonders in den Vollkornvarianten günstig. Reis, Nudeln und Kartoffeln sind zu bevorzugen.
COPD-Patienten sollten außerdem auf die Vitaminzufuhr achten und genügend Obst und Gemüse essen, in denen auch wertvolle Mineralstoffe stecken. Vitamin C beispielsweise stärkt das Immunsystem und senkt die Infektionsrate, Calcium ist wichtig für die Knochen.
Genügend Flüssigkeit trinken ist auch zu beachten, denn das verflüssigt den zähen Schleim, genauso wie warme Getränke. Erlaubt sind bis zu zwei Liter oder bei Herzinsuffizienz die vom Arzt empfohlene individuelle Trinkmenge.
Bei Appetitmangel hilft es, wenn man vor oder während den Mahlzeiten nichts trinkt. Außerdem wird hochkalorische Kost in Form von Trinknahrung eingesetzt. Betroffene mit Appetitmangel und Untergewicht profitieren von einer speziell angepassten Ernährung, die hochkalorisch ist und das Energiedefizit ausgleicht.

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