Wissenschaft

Präventive und therapeutische Ernährungstipps bei CED-Erkrankungen

Das Zusammenspiel von Gastroenterologen und Ernährungsberatern bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), zu denen Morbus Crohn gehört, ist wichtig, darauf weisen Fachleute am Rabin Medical Center in Israel hin.
Sie glauben, dass es sich für CED-Patienten lohnt, wenn sie Ernährungsberatung, auf jeden Fall zur Besserung der Symptome, mit ins Boot holen. Ernährung kann die Darmschleimhaut, die medizinisch intestinale Mukosa heißt, positiv beeinflussen und überdies die Zusammensetzung des Mikrobioms, die Gesamtheit der Darmbakterien, die unseren Darm besiedeln und nicht krank machen.
Lihi Godny als Gastroenterologe der Division of Gastroenterology kennt viele Gründe, damit sich Ernährungsberatung positiv auswirkt:
Patienten verbinden mit Nahrungsaufnahme oftmals Angst, denn viele Nahrungsmittel werden von CED-Patienten nicht gut vertragen und führen zu Komplikationen, die große Beschwerden machen. In Koch-Workshops lernen Betroffene, welche Lebensmittel ihnen guttun und Freude am Essen zurückgeben. Dadurch wird die Lebensqualität erhöht.
Ferner haben Experten erkannt, dass CED-Patienten vermehrten Informationsbedarf in Ernährungsfragen haben.
Überdies beeinflussen „falsche“ Ernährung wie zu viel Fett und Zucker sowie ballaststoffarme Lebensmittel Mechanismen, die Entzündungen der intestinalen Mukosa begünstigen. Andere Stoffe wie Gluten, Carragen, Emulgatoren und Alkohol beispielsweise können die Darmpermeabilität erhöhen, das heißt, dass unerwünschte Substanzen durch die Darmschleimhaut eindringen und vom Körper aufgenommen werden.
Mit der richtigen Ernährung lassen sich außerdem Symptome eines beginnenden neuen Schubs besser kontrollieren. Deshalb raten Experten eventuell zu bestimmten Diäten, die aber schwer durchzuhalten sind.
Auch die Therapie einer Morbus Crohn-Erkrankung lässt sich im akuten Fall mit Ernährung positiv beeinflussen. Dabei gibt es Ernährungskonzepte für bestimmte Krankheitsstadien.
Betroffene sollten zudem Über-, Unter- sowie Mangelernährung vermeiden, da Komplikationen zunehmen, Lebensqualität eingebüßt wird und auch die Sterblichkeit erhöht werden kann. Präventiv können diese Risiken durch Ernährungsberatung gesenkt werden.
Postoperative und auch perioperative Ernährungstherapien sind vorteilhaft und vielversprechend, weil Betroffene optimal vorbereitet zur Operation kommen. Postoperativ kann die Genesungszeit reduziert werden und auch das Risiko für Komplikationen.
In Familien, in denen Familienmitglieder ein hohes Risiko haben, an CED zu erkranken, empfehlen Fachleute auch bestimmte Ernährungsregeln. Auf jeden Fall ist eine mediterrane Kost mit viel frischem Gemüse und Obst, fettarmem Fisch sowie Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Omega-3- und 6-Fettsäuren uneingeschränkt zu befürworten.

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