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Therapieregime mit Rilpivirin und Cabotegravir kombiniert parenteral appliziert gegen HIV

Der Humanarzneimittelausschuss der EMA (European Medicines Agency) hat gerade über eine Zulassungsempfehlung einer kombinierten intramuskulären Gabe der lang wirkenden Inhaltsstoffe der Medikamente mit Namen Rekambys und Vocabria, Rilpivirin und Cabotegravir, zur Behandlung der HIV-1-Infektion bei Erwachsenen entschieden. Statt einer oralen täglichen Gabe von Kombinationspräparaten wird die relativ gut verträgliche antiretrovirale Arzneimittelkombination nur alle vier beziehungsweise acht Wochen intramuskulär appliziert. Da die Tabletten-Last groß ist sowie Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln, hat sich die EMA für eine Empfehlung ausgesprochen, jedoch nur bei Erwachsenen mit einer Viruslast unter der Nachweisgrenze (kleiner 50 Kopien pro ml) und wenn keine Resistenzen gegen den nichtnukleosidischen Reversetranskriptaseinhibitor (NNRTI) Rilpivirin und gegen Vertreter aus der Gruppe der Integrase-Strangtransfer-Inhibitoren (INSTI) wie Cabotegravir bestehen. Von der Erhaltungstherapie könnten so weltweit mit oben genannten Voraussetzungen bis zu 38 Millionen HIV-Patienten profitieren; in Deutschland leben 87.900 Menschen mit dieser Erkrankung. Beide Wirkstoffe werden sehr langsam um- beziehungsweise abgebaut, weshalb beide Inhaltsstoffe auch langanhaltend wirken. Eine Zulassung für HIV-PatientInnen steht unmittelbar bevor, auch weil drei randomisierte Phase-III-Studien gezeigt haben, dass Sicherheit und Wirksamkeit des Therapieregimes anstelle von Tabletten, die täglich eingenommen werden müssen, gegeben ist. Zu den Nebenwirkungen können neben Müdigkeit, Schwindel und Schwäche/Kraftlosigkeit, Fieber und Übelkeit sowie Muskelschmerzen zählen.

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