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Krankenhauslandschaft hat sich in den letzten 27 Jahren verändert

Das Statistische Bundesamt hat die Zahlen der deutschen Krankenhausbetten im Jahr 2018 im Vergleich zu 1991 analysiert und festgestellt, dass deren Anzahl um 25 Prozent zurückgegangen ist. Waren es 1991 laut Analyse 666.000 Betten in insgesamt 2.411 Krankenhäusern und Kliniken, verzeichnete die Aufschlüsselung von 2018 498.000 Betten in 1.925 Kliniken. Das bedeutet gleichzeitig, dass damit im Jahr 2018 für 100.000 Einwohner nur noch durchschnittlich 600 Krankenhausbetten zur Verfügung standen, die aber je nach Bundesland nur eine Auslastung zwischen 73,7 Prozent (Sachsen-Anhalt) und 84,1 Prozent (Berlin) hatten. Der Mittelwert für ganz Deutschland liegt somit bei 77 Prozent. Die meisten Betten gibt es mit 740 pro 100.000 Einwohnern in Thüringen und Bremen, die wenigsten in Baden-Württemberg mit 500 und Niedersachsen mit 530. Überwogen 1991 noch mit 46 Prozent öffentliche Träger, waren es 2018 nur noch 28 Prozent. Die Verschiebung ging ganz klar zugunsten der privaten Trägerschaften, die mit 37 Prozent im Jahr 2018 die meisten Kliniken stellten. 1991 machten sie nur 15 Prozent aller Krankenhausträger aus. Bei den freigemeinnützigen Trägern wie Kirchen, Stiftungen oder Vereinen hat sich nur unwesentlich etwas verändert, von 39 Prozent im Jahr 1991 auf 34 Prozent 2018. Allerdings befindet sich heute jedes zweite Krankenhausbett mit 48 Prozent dennoch in Krankenhäusern öffentlicher Träger, weil diese durchschnittlich zweimal größer sind als Kliniken freier Träger und sogar dreimal größer als Privatkliniken. Das Statistische Bundesamt hat aber auch herausgefunden, dass das ärztliche Personal bezüglich der Anzahl der Vollbeschäftigten in den letzten 27 Jahren um 73 Prozent auf 165.000 im Jahr 2018 aufgestockt wurde. Im Bereich der Pflege allerdings ist kein großer Fortschritt erkennbar. Hier waren es 1991 326.000 Vollbeschäftigte und 2018 nur etwa 5.000 mehr. Die Intensivbetten-Kapazitäten wurden auch durchleuchtet, allerdings noch vor der Corona-Pandemie. Bis vor zwei Jahren wurde ein Anstieg um 36 Prozent verzeichnet. Verfügte Deutschland über alle Bundesländer verteilt 1991 noch über 20.200 Intensivbetten, waren es vor den schweren Infektionen mit Sars-CoV-2-Viren 27.500 Betten mit intensivpflegerischen Maßnahmen.

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