Wissenschaft

Chronische Schmerzen: Schmerzmedizin-Projekt macht Betroffenen Hoffnung

Das Forschungsprojekt PAIN 2020 – Schmerz: Patientenorientiert. Abgestuft. Interdisziplinär. Netzwerk ist eine Initiative der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. und der Krankenkasse Barmer und war bislang als Studienteilnehmern nur Menschen mit starken und wiederkehrenden Schmerzen zugänglich, die bei der Barmer oder der KKH versichert sind. Ab sofort haben bundesweit in 26 schmerzmedizinischen Zentren alle gesetzlich versicherten Personen zu dem Versorgungsforschungsprojekt, das eine neue Versorgungsform in Bezug auf Qualität und Effizienz untersucht, Zugang. Gefördert wird das 48 Monate andauernde Projekt mit sieben Millionen Euro vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Betroffene mit chronischen Schmerzen leiden oft so stark, dass sie Lebensqualität einbüßen müssen. Das soll sich mit den Erkenntnissen aus dem Projekt ändern. Über-, Unter- und Fehlversorgung gilt es zu vermeiden, daran arbeitet ein Team aus Ärzten, Psychologen und Physiotherapeuten, unter Einbeziehung des Patienten, gemeinsam. Ziel ist es, die ambulante interprofessionelle Diagnostik und Therapie entscheidend zu verbessern, damit Schmerzen im besten Fall erst gar nicht chronisch werden können. Deshalb arbeiten viele Berufsgruppen wie Fachärzte mit Physiotherapeuten und Psychotherapeuten gemeinsam und schulen anschließend Patienten, nachdem sie sie in ihre Therapieentscheidung für eine Versorgung in einer ambulanten, stationären oder in einer Tagesklinik miteingebunden haben. Eine interdisziplinäre Diagnostik sowie individuelle Therapieempfehlungen von Experten diverser Fachrichtungen gehören zur Behandlung von Patienten in Form einer interdisziplinären multimodalen Beurteilung mit dazu. Während früher nur die normale Regelversorgung in der ambulanten Versorgung üblich war, treffen Betroffene als Studienteilnehmer des Forschungsprojektes auf zwei neue Therapiemodule, die sie ausreichend individuell über die Erkrankung und die Methoden zur Schmerzbewältigung informieren. Darüber hinaus werden Patienten in Gruppentherapie-Sitzungen umfassend nach individuellen körperlichen und psychischen Bedürfnissen interdisziplinär und multimodal schmerztherapeutisch unterstützt, um einer Chronifizierung von Schmerzen entgegenzuwirken.

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