Kostenträger

Teleclinic schwimmt nach GKV-Erstattung und Einführung des E-Rezeptes auf Erfolgswelle

Telemedizin-Anbieter wie Jameda oder Doctolib erfreuen sich in Krisenzeiten immer größerer Beliebtheit. Ein Anbieter, der darauf fünfeinhalb Jahre hingearbeitet hat, ist der On-Demand-Telemedizin-Anbieter Teleclinic, der im Notfall schnell eine Terminvergabe vereinbaren kann. Teleclinic-Geschäftsführerin Katharina Jünger rechnet spätestens Anfang des nächsten Jahres mit dem völligen Durchbruch dieses Geschäftsfeldes. Zuvor müsse die Erstattungsfähigkeit geklärt werden, die allerdings schon am 28. Mai 2020 eingeführt wird. Ab diesem Stichtag werden Online-Sprechstunden von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in vollem Umfang erstattet. Diese Erstattungsfähigkeit ist dabei von drei Punkten abhängig: Punkt eins ist die KBV-Zertifizierung, die bedeutend ist, denn Sicherheitsaspekte haben dabei Priorität. Die Patientenaufnahme geschieht durch das Vorzeigen der Versichertenkarte des Patienten zuhause über den Bildschirm; der Abgleich der Daten und des Lichtbildes wird einfach vom behandelnden Arzt vorgenommen. Das Abrechnungsmodell für Ärzte muss in den Standardprozess der Praxen übergehen. Für die Dokumentation und die Abrechnung steht die Teleclinic-Plattform bereit, die die Integration in den Alltagsablauf der Ärzte vornimmt. Ärzte bekommen somit alles aus einer Hand.
Die Widerstände der Ärzte sind nach Aussage der Geschäftsführerin massiv gesunken, da Ärzte in der Corona-Krise gemerkt haben, dass sie kein Geld verdienen können, wenn sie sich Veränderungsprozessen nicht unterwerfen. Der letzte Baustein, der jetzt noch fehlt, ist damit nur das E-Rezept, welches als Modellversion „Gerda“ und als Privatrezept-Modell schon auf einem guten Weg ist und auf alle Landesteile ausgeweitet werden muss. Spezifikationen der gematik, auf die die Entwickler der Teleclinic warten, wurden bereits für den 30. Juni 2020 angekündigt. Nach Überzeugung der Patienten – lediglich zwei Prozent der Befragten eines neueren E-Patient-Survey gaben an, sich schon einmal telemedizinisch behandelt zu haben – könnte Ende des Jahres somit der Durchbruch erreicht sein. Dabei gilt es laut Jünger Marktanteile zu halten und auszuweiten, die durch Corona schon zu extremem Erfolg geführt haben. In der Covid-19-Pandemie hat Teleclinic, wie auch andere Anbieter, das Angebot angepasst und Patienten mit entsprechenden Symptomen kostenlos behandelt sowie mit Sars-CoV-2-Testkits für zuhause versorgt.

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