Kostenträger

GKV meldet sinkende Einnahmen, steigende Ausgaben und einen höheren Krankenstand

Die gesetzlichen Krankenkassen erwarten in diesem Jahr wegen den Folgen der Corona-Krise sinkende Einnahmen in Folge von beispielsweise Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit. Auf 4,8 Milliarden Euro schätzt das gesetzliche Krankenversicherungssystem (GKV) die Mindereinnahmen für das Jahr 2020, das jedenfalls berichtete vor Kurzem die Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassenverbands, kurz vdek, Ulrike Elsner, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Zusätzlich erwartet die GKV steigende Ausgaben durch Ausgleichszahlungen an Pfleger und Therapeuten, aber auch für die Corona-Test-Ausweitung für symptomfreie Personen. Gleichzeitig wurden Intensivbetten aufgestockt, wodurch die Ausgaben der GKV auch gestiegen sind. Allerdings wurde durch verschobene Operationen und Therapien auch gespart, denn dies führte zu einer Minderung der Ausgabensumme. Auf 3,3 Milliarden Euro werden Schätzungen zufolge die Ausgabensteigerungen beziffert. Eine genaue Endsumme lässt sich erst in ein paar Monaten abschätzen. Die gesetzlichen Krankenkassen setzen auch auf die Unterstützung des Staates, damit die geplante Ausweitung der Corona-Test-Aktion auf symptomfreie Personen weiterhin stattfinden kann. Die Techniker Krankenkasse (TK) als Ersatzkasse hat zudem berichtet, dass sich seit 20 Jahren nicht mehr so viele Arbeitnehmer krank gemeldet hätten wie im Monat März dieses Jahres. Der Anteil krankgeschriebener Beschäftigter lag zu diesem Zeitpunkt bei 6,84 Prozent; 1,34 Prozentpunkte über dem Spitzenwert von 5,30 Prozent vergangener Zeiten. Jens Baas, TK-Chef, glaubt, dass sich viele vor allem wegen Erkältungen krank gemeldet haben, um sich präventiv vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen. Auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen meldete zum Ende des ersten Quartals einen Höchstkrankenstand.

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