Wissenschaft

Ist eine Alzheimer-Erkrankung in Zukunft viel früher zu erkennen und zu behandeln?

Studienergebnisse in tierexperimentellen Versuchen und an Menschen nähren den Verdacht, dass dementielle Veränderungen eines Tages doch therapierbar sein könnten, denn in wissenschaftlichen Untersuchungen ist zufällig ein Gen auffällig gewesen, welches eine neue Diagnosemethode zur Früherkennung von Alzheimer-Demenz bieten könnte. Eine chemische Abänderung in einem bestimmten Gen, das mit Preselinin 1 (PSNE 1) bezeichnet wird, könnte als sogenannter Biomarker genutzt werden, um die Diagnose von Demenz und Alzheimer zu bestätigen. Diese chemische Abänderung an Grundbausteinen der Erbsubstanz einer Zelle heißt DNA-Methylierung und stellt das Merkmal für eine derartige Erkrankung dar. Dadurch werden neue Therapieansätze möglich, denn bislang konnte man die Erkrankung nicht behandeln. Der Biomarker PSNE 1 sollte dahingehend überwacht werden, um festzustellen, welche umweltbedingten Auslöser die Hirnfunktion und Neurodegeneration negativ beeinflussen, was vor allem einem schlechten Lebensstil mit schlechter Ernährung zugeschrieben werden kann. Im Tierexperiment an Mäusen waren derartige Veränderungen aufgefallen, aber auch in postmortalem menschlichen Hirgewebe von Alzheimer-Patienten und an Babys und Jugendlichen vor und nach deren Geburt. Außerdem sind sich die Forschenden sicher, dass zukünftig auch Blutproben aussagekräftig sein könnten, um solch eine genetische Veränderung in der DNA von Menschen vorherzusagen, denn auffällig sind derartige epigenetische Veränderungen auch im Blut von Menschen. Hierzu wurden 20 Blutproben von gesunden und kranken Menschen miteinander verglichen, die zeigen konnten, dass eine Überexpression von genetischem Material des Typs PSNE 1 vorlag, das auf eine direkte Beziehung zwischen dem Ausmaß der Genexpression und der DNA-Methylierung hindeutet. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten wurden schon in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Epigenetics“ veröffentlicht, die eine Analyse von Musternder DNA-Veränderung zuließen. Durch gezielte Blutuntersuchungen, die nicht invasiv sind, lassen sich demnach diagnostische Methoden leicht einsetzen, um Demenz und Alzheimer-Patienten der Zukunft mit epigenetischen Therapiemethoden zu behandeln, das heißt man stellt sich die Frage, welche Faktoren letztendlich die Aktivität eines Gens und damit die Entwicklung der Zelle beeinträchtigen.

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