Kostenträger

Spahn setzt auf telemedizinische Anwendungen, auch im Apothekensektor

Auf dem Deutschen Apothekertag (DAT), der vom 25. bis zum 27. September 2019 in Düsseldorf stattfand, machte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch einmal ausdrücklich für die papierlose Variante des altbewährten  Rezeptes stark, dessen Einführung er nach Abschluss regulatorischer Voraussetzungen und Rahmenbedingungen bald erwartet. Das elektronische Rezept (eRezept), welches nicht mehr auf Papier, sondern in elektronischer Form schon per Gesetz durch den Bundestag beschlossen wurde, wird wohl Schritt für Schritt eingeführt. Die Apotheker äußerten auf dem DAT noch Bedenken, doch Spahn hielt dagegen, dass Sicherheitsbedenken und Angst vor zuviel Wettbewerb, vor allem durch den Konkurrenten DocMorris, nicht angebracht seien. Er beantwortete Fragen zu Problemen, die vorgebracht wurden, dass beispielsweise auch Rezepte über Plattformen gehandelt und gemakelt werden könnten. Er blieb souverän, indem er die Probleme der anwesenden Apotheker nicht klein redete. Er kann garantieren, sagte er, dass die freie Apothekenwahl erhalten bleibt und dass Patienten weiterhin in der Lage sind, frei und unabhängig zu entscheiden, in welcher Apotheke die eRezepte eingelöst werden. Er stellte zudem heraus, dass die Vor-Ort-Apotheken einen „entscheidenden Vorsprung“ durch die Verbindung der eRezepte mit der schnellen Belieferung der Medikamente durch Botendienste haben, sodass der große niederländische Versandhändler Doc Morris, eine Tochter der Schweizer Zur Rose-Gruppe, die schon auf Plakaten für das eRezept wirbt, auf diesem Gebiet das Nachsehen hat.

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