Wissenschaft

Forschungsarbeiten für Menschen mit Behinderungen: Sonderpreise gehen an Schüler

Menschen mit Behinderungen, vor allem in Entwicklungsländern, haben es schwer ihren Alltag zu meistern. Sie sind oft auf Unterstützung und fremde Hilfe angewiesen, auch in Form von Arbeiten, die die Chancengleichheit erhöhen oder den Zusammenhang von Krankheit und Behinderung erfassen. Auf dem Bundeswettbewerb “ Jugend forscht“ wird zu diesem Zweck ein CBM-Sonderpreis für Innovationen für Menschen mit Behinderungen ausgelobt, der die soziale Tragweite des Sonderprojekts herausstellt. Die Abkürzung CBM steht dabei für Christoffel-Blindenmission, die die Preisträger für würdig halten. Die Einteilung ist demnach nach zwei Altersklassen gestaffelt: In der Gruppe „Schüler experimentieren“ gewinnen Gruppenmitglieder, die bei der Anmeldung nicht älter sind als 14 Jahre. Hier haben in diesem Jahr junge Schüler gewonnen, die einen Gebärdendolmetscher entwickelt haben (1. Preis mit 300 Euro dotiert); der zweite Preis in dieser Kategorie, der mit 200 Euro honoriert wurde, ging an einen 13-Jährigen, der für Menschen mit Sehbehinderungen über eine Maske eine Duft-Farbsensor-Kombination entwickelt hat. Der zweite Platz in der anderen Alterskategorie „Jugend forscht“, bei der das älteste Gruppenmitglied 15 bis 21 Jahre alt zu sein hat, ging an zwei Schüler aus Berlin (14 und 17 Jahre alt), die Computer-Eingabehilfen für Menschen mit Körperbehinderungen kreiert haben. Der erste Preis, der in der „älteren“ Kategorie auch mit 300 Euro prämiert wurde, geht an ein Frühwarnsystem für Menschen mit einem Stoma, das ist ein künstlicher Darmausgang. Ein Stoma ist in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema, dem sich drei sehr junge Menschen angenommen haben. Gerold, Anna und Felix Kiefl sind 13 beziehungsweise 16 Jahre alt und Geschwister aus Straubing in Bayern, die ein System entwickelt haben, das den Träger eines künstlichen Darmausgangs warnt, sobald das Stoma des Betroffenen undicht wird. Der Träger des künstlichen Systems, über das Stuhlgang nach aussen abgeleitet wird, kann dann rechtzeitig zur Toilette gehen, um das Problem der eventuellen Geruchsbelästigung in den Griff zu bekommen. Die CBM-Bundessonderpreis-Träger „Innovationen für Menschen mit Behinderungen“ auf den Science Days in Rust in den Kategorien „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ überzeugten die Jury durch das junge Alter der Forschenden und durch ihre beeindruckenden innovativen Arbeiten zugunsten behinderter Menschen.

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