Kostenträger

TK-Chef fordert vollständig vernetzte Patientenakte

Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, fordert eine gesetzliche Verpflichtung zur Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA), die die elektronischen Gesundheitsakten (eGA) der Krankenkassen ablösen wird. Ab dem Start zum 1. Januar 2021 soll die ePA nach Meinung Baas‘ der wichtigste Baustein zum Datenaustausch zwischen Ärzten und Patienten sein und somit auch mit Daten gefüllt und dann genutzt werden. Allerdings befürchtet der TK-Vorstandsvorsitzende, dass nicht alle Ärzte an einem Strang ziehen könnten, wenn die gesetzliche Grundlage, die zur Zeit im Bundestag als Digitale-Versorgung-Gesetz beraten wird, fehlen wird. Zudem äußert er sich skeptisch, was die Akzeptanz der ePA auf Seiten der Versicherten angeht, weil er glaubt, dass Dokumente, die die Patienten direkt mit ihren Ärzten besprechen können, wegfallen würden und damit der Glaube in die digitale Technologie nicht solch einen Stellenwert hätte wie Dokumente in Papierform. Aber das Beispiel der Gesundsakte der TK, die Tk-Safe heißt, zeigt eigentlich ganz deutlich, dass Menschen sich eine digitale Lösung für Ihr Gesundheitsmanagement wünschen, denn nach Einführung und Testbetrieb im Mai 2019 sind mittlerweile schon 200.000 Versicherte Nutzer der TK-Safe, wovon 50.000 Versicherte sich mindestens einmal im Monat einloggen. Die bundeseinheitliche Akte als ePA würde die Interoperabilität der jetzigen Gesundheitsakten (eGA) aber noch deutlich steigern, aus diesem Grund wünscht sich Jens Baas eine gesetzliche Verpflichtung der Ärzte zu Füllung mit Daten zum Zeitpunkt des Starts.

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