Kostenträger

Grundversorgung von inkontinenten Menschen muss gesetzlich geregelt werden

Im Rahmen der Grundversorgung von Patienten mit Inkontinenz fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) eine gesetzliche Regelung des Festpauschal-Systems für alle Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die von dieser Krankheit betroffen sind. Ein bundesweit einheitliches und kassenübergreifendes System würde verhindern, dass Patienten in Zukunft für eine individuelle und qualitativ hochwertige Versorgung mit Windeln und Einlagen Zuzahlungen aus eigener Tasche leisten müssten. Der BVMed hat seine Haltung in einem Positionspapier formuliert, das der organisierte Fachbereich „Aufsaugende Inkontinenzversorgung“ (FBI-H) erarbeitet hat; das Postionspapier ist unter www.bvmed.de/positionen einsehbar. Weiterhin wird gefordert, dass eine gesetzliche Grundlage regelmäßig anzupassen ist und sich nach den unterschiedlichen Versorgungssituationen der Patienten richten muss und abgestuft werden muss, denn es kann laut BVMed nicht sein, dass viele Patienten Aufzahlungen leisten müssen, nur weil die Vertragspreise der Krankenkassen zu niedrig angesetzt sind. Seit Inkrafttreten des Heil-und Hilfsmittelversorgungsgesetzes (HHVG) im März 2017 hat sich zwar Einiges zum Positiven geändert, zum Beispiel, dass aufsaugende Inkontinenzprodukte nach Qualitätskriterien aufgeteilt in das Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen wurden und auch regelmäßig nachbeurteilt werden, die Erstattung durch die GKV hingegen nicht die erhöhten Anforderungen berücksichtigt. Der im Schnitt viel zu niedrige Erstattungsbetrag von 17,70 Euro noch zu Beginn des Jahres 2018, ist seit Inkrafttreten des HHVG nicht erhöht worden. Im Gegensatz, einige Krankenkassen haben die Vergütung sogar noch reduziert, sodass für die Versorgung von Kranken in Altenheimen oder in ihrer gewohnten Umgebung hohe Aufzahlungen an der Tagesordnung sind.

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