Wissenschaft

Was auf die außerklinische Intensivpflege zukommt

Christoph Jaschke von der Heimbeatmungsservice Brambring Jaschke GmbH kritisiert in seinem Blogbeitrag die Zustände und Zukunftsaussichten der außerklinischen Intensivpflege. Ambulante Pflegedienste in Deutschland, die nach § 132a Abs. 2 SGB V zugelassen sind, können ohne weitere Zulassungsvoraussetzungen im betrieblich-organisatorischen und fachlich-personellen Bereich intensivpflegerische Leistungen anbieten und/oder durchführen, was seiner Meinung nach zu einer schlechten Versorgung von außerklinisch beatmeten Menschen, darunter auch Kindern, führt. Der Grund liegt in politischen Entscheidungen, die trotz Pflegestärkungsgesetze Gesetzeslücken bieten, die ambulante Intensivpflege-Einrichtungen ausnutzen, um schnell Geld zu verdienen. Es gibt noch keine klaren verbindlichen gesetzlichen Vorgaben, die alle Pflegedienste einhalten müssen. Aus dem 5. MDS-Pflege-Qualitätsbericht vom 1. Februar 2018 des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes (MDS) geht hervor, dass 1,1 Prozent aller Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld beatmet werden. In 75,3 Prozent aller Fälle sind die Bedingungen für diese Intensivpflege auch erfüllt. Aber jeder Vierte bekommt keine nach den Richtlinien angemessene Intensivpflege; dazu zählt die richtige und sachgerechte Bedienung der Beatmungsgeräte, die vorgeschriebene Überwachung, die fachgerechte Reinigung und vieles mehr. Jaschke plädiert aus diesen Gründen für strengere Prüfungen und Richtlinien. Eine besondere Bedeutung in diesem Zusammenhang haben auch Veranstaltungen wie die Entscheider-Konferenz Außerklinische Intensivpflege 3.0, die am 17. April 2018 in Berlin stattfindet. Die Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen auf dieser Veranstaltung mit vielen Experten sind ein Muss für alle Einrichtungen, so Jaschke, die sich um außerklinische Intensivpflege-Patienten kümmern und diese auch richtig sach-und fachgerecht versorgen wollen.

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