Kostenträger

Parteien sind für schrittweise Änderungen der Pflege-Pläne

CDU und SPD wollen eine neue Reform in der Pflege in Deutschland durchsetzen. Wichtige Eckpunkte sollen dazu geändert werden: Mit einem Sofortprogramm sollen 8.000 neue Fachkräfte für die Behandlungspflege in deutschen Heimen angestellt werden; dabei soll es keine Unterschiede zwischen Grund-und Behandlungspflege geben. Für viele paritätische Sozialverbände sind 8.000 neue Angestellte „ein Tropfen auf dem heißen Stein“, zitiert man beispielsweise die AWO. 400.000 Angestellte gibt es laut Schätzungen des Paritätischen Gesamtverbands, 100.000 würden jedoch mittelfristig benötigt, damit zeitaufwendige Pflegemaßnahmen wie die Wundversorgung und der Verbandswechsel, aber auch die Arzneimittelgabe korrekt ausgeführt werden können. Die Mehrkosten, so fordern die Parteien, dürfen die Pflegebedürftigen nicht belasten. Das Sofortprogramm soll zudem aufeinander abgestimmt sein. Dazu gehört, dass eine Ausbildungsoffensive gestartet werden muss, Vollzeitarbeitsplätze Vorrang vor Teilzeitarbeitsplätzen haben müssen; das Schulgeld, welches in viele Gesundheitsberufen zu zahlen ist, muss abgeschafft werden und eine Entwicklung von Instrumenten zur Personalbemessung muss geschaffen werden. Außerdem fordern die Parteien eine bessere Bezahlung und eine Angleichung der Bezahlung zwischen Ost und West. Auch die pflegenden Angehörigen dürfen im Pflegeprozess nicht vernachlässigt werden. Ihnen soll ein Rechtsanspruch auf eine Auszeit mit Reha-Leistungen zustehen, damit sie auch weiterhin mit voller Kraft pflegerisch tätig sein können. Anträge für die Pflege von Angehörigen sollen in Zukunft besser verständlich sein und einfacher konzipiert sein. Auch sollen Pflegeangebote über das ganze Jahr flexibel in Anspruch genommen werden können. Auf das Einkommen der Angehörigen, die Vater oder Mutter im Heim unterbringen müssen, soll erst ab einer Höhe von 100.000 Euro im Jahr zurückgegriffen werden.

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