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Entlassmanagement: Krankenhäuser schaffen sich eigene Systeme

Zwei neue Projekte zum am 1. Oktober 2017 eingeführten Entlassmanagement wurden kürzlich auf dem Nationalen Qualitätskongress Gesundheit in Berlin vorgestellt. Das eine ist das hauseigene Entlassmanagement am Universitätsklinikum Heidelberg. Hier startete das Projekt bereits 2015 und bezieht privat und gesetzlich versicherte Patienten ein. Damit werden doppelte und zu viele Dokumentationen vermieden, auch fällt die Flut von Papier durch Dokumentationen auf mobilen Endgeräten weg. Alle Berufsgruppen der Heidelberger Klinik werden nach Einwilligung durch den Patienten in die Verknüpfung und Transparenz von Daten eingebunden. Vor der Entlassung wird dann die Medikation digital am Krankenbett, nachdem eine Checkliste abgearbeitet wurde, dokumentiert. Man erhofft sich in Heidelberg von diesem Projekt eine Vermeidung von Rehospitalisierungen und Zuwachs an Wirtschaftlichkeit. Ein ähnliches Modellprojekt ist am 1. Oktober in Baden-Württemberg angelaufen, welches die Hausärzte ins Entlassmanagement miteinbezieht. Dieses Projekt heißt „Vespeera“ und läuft über fünf Jahre. 600 Hausarztpraxen sind mittlerweile in das Projekt über eine Software integriert worden. Das Ziel des Modellprojektes ist es, eine Optimierung der sektorenübergreifenden Versorgung im Einweisungs-und Entlassmanagement hinzubekommen. Der Hausarzt fungiert quasi als Lotse, der Fragen der Patienten beantwortet, Entscheidungen trifft und einen strukturierten Einweisungsbrief für das Krankenhaus erstellt. Um auch hier Rehospitalisierungen zu vermeiden, entscheidet dieser nach der Entlassung des Patienten was sinnvoll ist, ob beispielsweise ein Telemonitoring durch speziell geschulte Medizinische Fachangestellte (MFA) sinnvoll ist.

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