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COPD: Nützliche digitale Hilfsmittel

Für viele Erkrankungen wurden bereits digitale Hilfsmittel entwickelt. Auch für Patienten, die an der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leiden, sind bereits Anwendungen erstellt worden, die den Umgang mit der Krankheit erleichtern sollen. So gibt es beispielsweise eine Applikation, die veränderte Umgebungsbedingungen anzeigt, um so vor möglichen Beeinträchtigungen der Atmung zu warnen. Andere Apps versprechen eine Früherkennung von veränderten Symptomen, um eigentlich unnötige stationäre Aufenthalte zu vermeiden.

Die COPD-Navigator-App wurde von LifeMap Solutions in Zusammenarbeit mit Pneumologen der Icahn School of Medicine at Mount Sinai entwickelt. Sie erfasst lokale Wetterbedingungen sowie die jeweilige Luftqualität und weist den Patienten auf mögliche Auswirkungen hin. Zusätzlich bietet sie eine Erinnerungsfunktion für die Medikamenteneinnahme und speichert die Symptome der Betroffenen – so kann sie Hinweise auf etwaige Verschlimmerungen geben und diese bei Bedarf auch an den Behandler übermitteln. Durch eine mögliche Vernetzung mit dem HealthKit von Apple, lassen sich auch Bluetooth-unterstützte Inhalatoren mit der Anwendung verbinden und dessen Nutzungsdaten speichern.

Damit vereint diese Technologie viele hilfreiche Funktionen, die andere Anwendungen bieten. Sentrian entwickelte beispielsweise einen Biosensor, der frühzeitig eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes anzeigen soll. Durch diese Früherkennung sollen vermeidbare Klinikaufenthalte bei Patienten mit komplexen chronischen Erkrankungen reduziert werden. Getestet wird der Sensor in einer zwölf-Monats-Studie an 1.000 COPD-Patienten. Ebenfalls zur Überwachung der Symptome wurde eine COPD-Anwendung von HGE Healthcare Solutions erstellt. Nach zehn Jahren klinischer Forschung wird auch dieses Instrument momentan von Patienten getestet. So sollen Ergebnisse validiert, aber auch Funktionen zur Assoziation von Komorbiditäten hinzugefügt werden.

Ein ans Netz angeschlossener Spirometer von der Firma Cohero soll die Lungenfunktion von Asthma- und COPD-Patienten überwachen. Die Daten werden in klinischer Qualität übertragen und lassen sich über eine App verfolgen. Die Unternehmen Astrazeneca und Adherium beschäftigen sich in einer Anfang des Jahres beschlossenen Kooperation mit der Entwicklung einer Anwendung, die sich mit Inhalatoren verbinden lässt. Nutzungsdaten und -zeiten lassen sich so speichern und gegebenenfalls werden Erinnerungen an eine notwendige Inhalation abgegeben.

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