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PflBG: Pflegestudiengänge als Regelangebot

Noch 2015 soll das Pflegeberufegesetz (PflBG) in Kraft treten. Dieses soll eine zukunftsgerechte Berufsausbildung für Pflegefachkräfte gewährleisten. Ein wichtiger Punkt im vorläufigen Arbeitsentwurf ist die Überführung der akademischen Ausbildung in das Regelangebot. Befürworter dieses Vorhabens sind insbesondere die sieben Hochschulen, die diese Studiengänge bereits anbieten. Auch die Zusammenführung der bisherigen Pflegeausbildungen und die Finanzierung der Lehre soll neu geregelt werden.

Vor fünf Jahren starteten in Nordrhein-Westfalen elf Modellstudiengänge in Pflege- und Gesundheitsberufen. Dies sei eine wichtige Weiterentwicklung der Qualifizierungsmöglichkeiten in Hinblick auf die momentanen, aber auch die zukünftigen Versorgungsbedarfe, meinen die Hochschulen. Zur Sicherstellung der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung sei die akademische Ausbildung in Gesundheitsberufen unabdingbar. Eine gesetzliche Regelung wird als notwendiger nächster Schritt gesehen.

Ein weiterer Punkt, den das PflBG regeln soll, ist die Zusammenführung der Ausbildungen in der Alten-, der Gesundheits- und Kranken- sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege in eine generalistisch ausgerichtete Pflegeausbildung. Vereinheitlicht werden soll die Grundausbildung, ein Vertiefungseinsatz ist wählbar. Diese Art der Ausbildung soll die Absolventen auf komplexe Pflegesituationen und die Veränderungen im Versorgungsalltag vorbereiten.

Auch die Finanzierung der Ausbildung bedarf einer Überarbeitung. Altenpflegeschüler müssen in vielen Bundesländern bislang noch Schulgeld bezahlen. Dies soll abgeschafft werden. Im Entwurf wird vorgeschlagen, die Ausbildung über Fonds zu finanzieren. Diese sollen von Kliniken, stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, dem Land und der sozialen sowie privaten Pflegeversicherung getragen werden.

 

 

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