Kostenträger

Niedersachsen: „Heilmittel pro“ soll Verordnungskosten senken

In den letzten vier Jahren sind die Verordungskosten für Heil- und Hilfsmittel für die Patienten der AOK Niedersachen um 21 Prozent gestiegen. Eine Informationskampagne der Krankenkasse in Zusammenarbeit mit der kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) soll nun die Zahl der Verordnungen senken.

„Heilmittel pro“ nennt sich die Informationskampagne, die niedergelassene Ärzte über die genauen Modalitäten in Bezug auf Heil- und Hilfsmittelverordnungen aufklären soll. In den letzten vier Jahren gab es „eine Ausgabensteigerung in den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie um 21 Prozent, dies entspricht einer Ausgabensteigerung von 33 Millionen Euro“, erklärt Carsten Sievers, Sprecher der AOK Niedersachsen, die Hintergründe. Mögliche Ursache sei die irrtümliche Annahme, das Langfristverordnungen und Praxisbesonderheiten aus dem vorgesehenen Budget für Heilmittel herausgerechnet werden können. Da allerdings noch keine Bereinigungssummen vorliegen, wird oftmals von größeren finanziellen Möglichkeiten ausgegangen, als tatsächlich vorhanden sind. Verordnet der Arzt über sein Budget hinaus, so muss er selbst für die überschüssigen Kosten aufkommen.

Das Projekt soll nun „die Regressproblematik durch ein präventives Beratungsangebot an die verordnenden Ärzte entschärfen“, so Sievers. Hierfür stellen die AOK Niedersachen und die KVN den Ärzten eine Informationsbroschüre, Fortbildungsveranstaltungen und individuelle Beratungsgespräche zur Verfügung. Praxen, die durch ein besonders gesteigertes Verordnungsverhalten auffallen, bekommen außerdem ein gesondertes Informationsschreiben.

Des Weiteren soll die Kampagne die Fehlerquote beim Erstellen der Verordnungen senken. Therapeuten stellen oftmals Rückfragen oder haben Änderungswünsche.

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